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Dissertation

Die Zisterze Kaisheim und ihre Tochterklöster. Studien zur Organisation und zum Wirtschaften spätmittelalterlicher Frauenklöster mit einer Edition des „Kaisheimer Rechnungsbuches“

Ausgangspunkt meiner Studie ist eine Handschrift aus dem 13. und 14. Jahrhundert, entstanden im süddeutschen Zisterzienserkloster Kaisheim (Region Donau-Ries) im Bistum Augsburg. Als Mutterkloster führte Kaisheim Kontrollbesuche in seinen Filiationen durch.

Die Ergebnisse dieser Visitationen wurden über ein knappes Jahrhundert hinweg verschriftlicht und sind als Visitationsprotokolle in Form eines Rechnungsbuchs überliefert. Anhand dieser Quelle und den zusätzlich überlieferten Urkunden konnten die materiellen und wirtschaftlichen Grundlagen der visitierten Frauenklöster (Kirchheim im Ries, Niederschönenfeld, Oberschönenfeld, Pielenhofen, Seligenthal, Zimmern im Ries) herausgearbeitet werden.

Neben wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Fragen wurden institutions- und alltagsgeschichtliche sowie genderspezifische Probleme behandelt. Durch eine Edition wird das Kaisheimer Rechnungsbuch für anknüpfende Studien zur Verfügung gestellt.

Die vorgelegte Detailstudie schärft das Bild von Zisterzienserinnenklöstern, liefert Vergleichsmaterial für weitere Studien zu weiblichen Zisterzen und lädt so zu komparatistischen Arbeiten ein. Eine Zusammenschau der bisher betrachteten Nonnenklöster des Zisterzienserordens ist ein Desiderat der Forschung, das auf Basis nicht zuletzt der vorliegenden Arbeit hoffentlich bald ausgeräumt wird.

 

Meine Dissertation ist 2013 in der Reihe Vita regularis – Ordnungen und Deutungen religiosen Lebens im Mittelalter. Editionen (LIT Verlag) erscheinen:
Die Zisterze Kaisheim und ihre Tochterklöster. Studien zur Organisation und zum Wirtschaften spätmittelalterlicher Frauenklöster mit einer Edition des "Kaisheimer Rechnungsbuches" (Vita regularis - Ordnungen und Deutungen religiosen Lebens im Mittelalter. Editionen 5), Berlin [u.a.] 2013.


Nebenstehendes Bild: Staatsarchiv Augsburg, Reichsstift Kaisheim, Archivum Spirituale, Amtsbücher 7.