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Dominik Trump, M.A.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand

Kontakt

Arbeitsstelle "Edition der fränkischen Herrschererlasse"
Meister-Ekkehart-Str. 11, Raum 1.12a
50937 Köln

Tel.:  0221-470 6852

dtrump1[at]uni-koeln.de

Postanschrift:

Universität zu Köln
Historisches Institut
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln

Sprechstunde

nach Vereinbarung per Mail

Kurzbiografie

  • seit Januar 2017: Assoziierter Kollegiat, Graduiertenkolleg 2196 "Dokument - Text - Edition. Bedingungen und Formen ihrer Transformation und Modellierung in transdisziplinärer Perspektive", Bergische Universität Wuppertal
  • WiSe 2016/2017, SoSe 2017 und SoSe 2018: Lehrbeauftragter, Institut für Altertumskunde, Kurse zur Paläographie der Antike und des frühen Mittelalters
  • seit Oktober 2015: Promotionsstudium in Mittelalterlicher Geschichte
  • April 2015: Stipendium für in- und ausländische Nachwuchswissenschaftler*innen bei den Monumenta Germaniae Historica (MGH) in München
  • seit August 2014: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Arbeitsstelle "Edition der fränkischen Herrschererlasse", Universität zu Köln
  • Juli 2014: Magister Artium, Magisterarbeit: "Die 'Epitome Aegidii' der Handschrift Mailand, Biblioteca Ambrosiana, A. 46 inf. Ein Beitrag zur Rezeption des römischen Rechts im Frankenreich" (Betreuer: Prof. Dr. Karl Ubl)
  • September 2011-Juli 2014: Studentischer Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Karl Ubl
  • April 2008-Juli 2014: Tutor für Mittelalterliche Geschichte am Historischen Institut
  • April 2006-Juli 2014: Magister-Studium der Fächer Mittlere und Neuere Geschichte, Alte Geschichte und Klassische Archäologie an der Universität zu Köln; parallel dazu Studium der Mittellateinischen Philologie und Germanistik

Projekte

  • Dissertationsprojekt "Studien zur Überlieferungs- und Rezeptionsgeschichte der Epitome Aegidii" (seit Ende 2015): Mein Dissertationsprojekt, das von Prof. Dr. Karl Ubl und Prof. Dr. Peter Orth betreut wird, beschäftigt sich mit einem römischrechtlichen Text, der – so die Mehrheitsmeinung in der Forschung – im 8. Jahrhundert im westlichen Frankenreich entstanden ist, der Epitome Aegidii. Es handelt sich hierbei um eine verkürzende Bearbeitung des Römerrechts der Westgoten, der Lex Romana Visigothorum, die wiederum am Anfang des 6. Jahrhunderts promulgiert wurde. Dieser Text hat bis heute nur wenig Aufmerksamkeit in der Forschung erfahren, außer einer grundlegenden Charakterisierung hat es keine weitergehenden Arbeiten gegeben. Hinzu kommt, dass der einzige Zugang zur Epitome Aegidii die von 1849 stammende Edition des Leipziger Juristen Gustav Hänel darstellt. Seine Edition berücksichtigt aber nur in für heutige Maßstäbe unzureichender Weise die handschriftliche Überlieferung bzw. verzerrt diese teilweise sogar. Ein Desiderat stellt daher die genaue Analyse der handschriftlichen Überlieferung dar. Die Dissertation rückt jeden einzelnen Textzeugen in den Fokus und nimmt die jeweils individuelle Textgestalt wahr. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Rezeptionsgeschichte der Epitome Aegidii. Alfred von Wretschko hat bereits 1905 die wichtigsten Grundzüge der Rezeption nachgezeichnet. So liegt die Hochzeit der Rezeption im 9. Jahrhundert, wozu passt, dass gerade aus diesem Jahrhundert die meisten Handschriften stammen. Das Dissertationsprojekt will aber unter dem Begriff der Rezeption vor allem zwei Bereiche verstehen, die von besonderem Interesse sind: die in den Handschriften überlieferten Glossen und Exzerpte. Die Glossen lassen dabei vielerlei Rückschlüsse zu, so zur Gebrauchsumgebung des Textes und Wissensstand des Benutzers, aber vor allem sind sie auch immer Zeugen eines spezifischen Textverständnisses und spiegeln so die Art und Weise wider, wie ein älterer Text in der jeweiligen Zeit aktualisiert wurde. Exzerpte sind vor allem deswegen interessant, weil sie durch ihre jeweils spezifische Zusammenstellung von Einzeltiteln Informationen darüber geben, in welchem historischen Kontext sie zu verorten sind. Damit lassen sich weitergehende Kenntnisse über die Rezeption der Epitome gewinnen, im Besonderen darüber, welche Rechtsbereiche relevant waren und besonders stark rezipiert wurden. Kommt zu der Form des Exzerpts noch eine Glossierung hinzu, kann sogar eine genauere Analyse und Einordnung in den historischen Kontext erfolgen. Neueditionen ausgewählter Passagen der Epitome und Transkriptionen bisher nicht beachteter Exzerpte runden die Studie ab und sollen zugleich die Notwendigkeit einer den heutigen Maßstäben gerecht werdenden, neuen kritischen Edition aufzeigen.
  • Bibliotheca legum. Eine Handschriftendatenbank zum weltlichen Recht im Frankenreich (zusammen mit Prof. Dr. Karl Ubl und Daniela Schulz, seit 2012)

Publikationen

Aufsätze und Miszellen

  • zusammen mit Daniela Schulz: Von der Wordtabelle zum DH-Projekt. Erfahrungen aus fünf Jahren Bibliotheca legum (Aufsatz in Vorbereitung, erscheint 2018 in der Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften [ZfdG])
  • Die Tironiana der Handschrift Paris, Bibliothèque Nationale, lat. 4416, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Romanistische Abteilung 135 (2018) [Beitrag angenommen]
  • Beobachtungen zu einem Titel römischen Rechts in der Handschrift Laon, Bibliothèque Municipale, 265, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Romanistische Abteilung 134 (2017), S. 524-529.
  • Römisches Recht in Reims: Ein Exzerpt aus der Epitome Aegidii in der Handschrift Mailand, Biblioteca Ambrosiana, A. 46 inf., in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Romanistische Abteilung 133 (2016), S. 322-371.
  • Die Überlieferung des römischen Rechts in der Herrschaftszeit Karls des Kahlen – Ein Experiment, in: Concilium medii aevi. Zeitschrift für Geschichte, Kunst und Kultur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit 19 (2016), S. 71-86. [online]

Lexikonartikel

  • Art. "Epitome Aegidii", in: Germanische Altertumskunde Online. Kulturgeschichte bis ins Frühmittelalter - Archäologie, Geschichte, Philologie (GAO), Berlin/Boston 2017. [online]

Kleinere Beiträge

  • So nah und doch so fern: Glossen und Nota-Zeichen (Beitrag zu Paris, BnF, Lat. 4628 A für das Projekt "Edition der fränkischen Herrschererlasse")
  • Weitere Neufunde in einer Handschrift mit römischem Recht (Beitrag zu Berlin, SBPK, Savigny 1 für das Projekt "Edition der fränkischen Herrschererlasse")
  • Ein Neufund in einer Handschrift mit römischem Recht (Beitrag zu Paris, BnF, Lat. 4419 für das Projekt "Edition der fränkischen Herrschererlasse")
  • Das Prooemium generale Ludwigs des Frommen (BK 137) im Kurzschrift-Gewand. Ein Werkstattbericht (Beitrag zu Paris, BnF, Lat. 2718 für das Projekt "Edition der fränkischen Herrschererlasse")

Vorträge und Präsentationen

  • Oberseminar "Neue Forschungen in der mittelalterlichen Geschichte", 7. November 2017, Köln (Benutzer und ihre Spuren in Handschriften der Epitome Aegidii)
  • Editionswissenschaftliches Kolloquium, GRK 2196, 14. Juni 2017, Wuppertal (Vorstudien zu einer kritischen Edition – Zur Überlieferungs- und Rezeptionsgeschichte der Epitome Aegidii)
  • Jahrestagung des Netzwerks Historische Grundwissenschaften "Secreta et Mysteria – Neues aus den historischen Grundwissenschaften", 23.-24. März 2017, Bonn (notae mysticae – Tironische Noten in Rechtshandschriften des frühen Mittelalters) [Tagungsbericht J. Frohmann] [Tagungsbericht T. Jansen]
  • Oberseminar "Neue Forschungen in der mittelalterlichen Geschichte", 15. November 2016, Köln (Zur Datierung der Epitome Aegidii)
  • Nachwuchskolloquium "Handschriften als Quellen der Sprach- und Kulturwissenschaft. Aktuelle Fragestellungen – Methoden – Probleme", 4./5. Dezember 2015, Bamberg (Die Überlieferung des römischen Rechts in der Regierungszeit Karls des Kahlen [840-877] – Überlieferungssituation und Auswertungsmöglichkeiten)
  • Workshop "Virtuelle Infrastrukturen für digitale Editionen. Entwicklungen, Perspektiven und Projekte", 12.-14. November 2015, Forschungsbibliothek Gotha (zusammen mit Daniela Schulz: WordPress - Ein einfacher Weg zur digitalen Ressource?) [Tagungsbericht V. Faßhauer]
  • Oberseminar "Neue Forschungen in der mittelalterlichen Geschichte", 27. Oktober 2015, Köln (Römisches Recht vor der 'Revolution des Rechts'. Studien zur Überlieferungs- und Rezeptionsgeschichte der Epitome Aegidii)
  • Arbeitstagung "Die neuentdeckten Glossen der karolingischen Rechtshandschrift Paris, BN lat. 4416, das Römerwergeld im Frankenreich und das römische Recht im frühen Mittelalter", 23./24. März 2015, Freiburg im Breisgau (zusammen mit Prof. Dr. Karl Ubl: Der Codex Paris, BN lat. 4416 und seine Glossen)
  • DHd-Tagung "Von Daten zu Erkenntnissen: Digitale Geisteswissenschaften als Mittler zwischen Information und Interpretation", 23.-27. Februar 2015, Graz (zusammen mit Daniela Schulz: Posterpräsentation Bibliotheca legum)
  • TEI Conference and Members Meeting, 2.-5. Oktober 2013, Rom (zusammen mit Daniela Schulz: Posterpräsentation Bibliotheca legum)

Mitgliedschaften

Forschungs- und Interessengebiete

  • Römisches Recht im frühen Mittelalter, insbesondere die Epitome Aegidii
  • Handschriftliche Überlieferung weltlicher Rechtstexte
  • Glossen und Tironiana in römischrechtlichen Handschriften
  • Kodikologie und Paläographie
  • Digitale Editionen
  • Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften

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